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15.08.2015




 

Foto: hejo@blancio.de

Herzlich willkommen in Blankenheimerdorf

Hier ist gut rasten 
von Johannes Vossen

 

Das Zentrum von Blankenheimerdorf ist attraktiver geworden: Seit Mitte Juli 2012 gibt es in der Anlage auf dem Dechant Lux-Platz eine zum Rasten und Verweilen einladende Sitzgruppe mit Tisch und Bänken in massiver Holzkonstruktion. Hier, im Schatten des uralten mächtigen Kastanienbaums, dem Wahrzeichen der Ortschaft, ist gut rasten, hier lässt es sich auch in geselliger Runde ganz hervorragend fröhlich sein. Das stellten in den Abendstunden des 24. Juli einmütig etliche Dorfbewohner fest, die der Einladung ihrer Ortsvorsteherin gefolgt waren und die „Einweihung“ der neuen Sitzgruppe feierten. Tanja Möllengraf nämlich zeichnet verantwortlich für die Beschaffung und Aufstellung der neuen Einrichtung.

Der Dechant Lux-Platz mit neuem "Gesicht". Foto Hejo Mies 2012Die eigentlichen Initiatoren sind die Wiesenfestler um Günter Poensgen. Sie hatten die Idee, aus der Wiesenfestkasse Sitzgelegenheiten für den Kirchenvorplatz zu finanzieren und teilten ihren Plan der Ortsvorsteherin mit. Die war naturgemäß hell begeistert, kam dann aber rasch auf einen noch trefflicheren Gedanken: „Die Sitzgruppe finanziere ich aus dem Budget des Ortsvorstehers, ihr schafft dafür vom Wiesenfest-Geld Möbel für unser Bürgerhaus an.“ Tanjas Vorschlag war ebenso genial wie vorteilhaft und wurde sofort akzeptiert.


Der Gemeinde Blankenheim werden alljährlich in geringem Umfang Haushaltsausgaben für die Ortsvorsteher genehmigt. Das ist rundgerechnet ein Euro pro Einwohner, kaum mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, immerhin aber mehr als „gar nix.“ Dieses Budget darf nur für ortsinterne gemeindliche Maßnahmen angetastet werden, und dazu zählt beispielsweise die Beschaffung von Ruhebänken. Nicht zulässig sind dagegen Anschaffungen fürs Bürgerhaus, denn das ist die Aufgabe des Bürgervereins, nicht der Gemeinde. Auch dem Wiesenfest-Motto „Für os Pänz“ wird bei der Finanzierung von Bürgerhaus-Mobiliar durchaus Rechnung getragen, in der Halle nämlich finden sehr wohl auch Kinderveranstaltungen statt, beispielsweise die Kinder-Karnevalssitzung.

Jung und Alt in fröhlicher Feierstimmung. Foto: Hejo Mies 2012Die Ortsvorsteherin tätigte also den Kauf der Sitzgruppe und zusätzlich einer Einzelbank für den Dechant Lux-Platz, übernahm auch den Transport von Eicherscheid nach Blankenheimerdorf und „erwirtschaftete“ dadurch das Imprägnierungsöl für die Holzteile. Ein paar Senioren vom BBC-Club übernahmen den Anstrich, Johannes Hammes fertigte eine stabile Stahlbefestigung zur Verankerung der Holzteile im Pflasterboden, und übernahm mit Günter Poensgen die Aufstellung am vorbestimmten Platz.

Unsere emsige Ortsvorsteherin geht keiner Arbeit aus dem Wege, sie greift unterdessen aber auch ebenso gerne zu, wenn es irgendetwas zu feiern gilt. Für Tanja Möllengraf war die „Einweihung“ der Neuanschaffung somit selbstverständlich, sie lud kurzerhand die an der „Tisch-und-Bank-Aktion“ Beteiligten ein, sorgte für Speis und Trank, beorderte Ehemann Oliver an den Kohlegrill, und da auch der Wettergott uns an diesem Tag wohlgesonnen war, saß man am Denkmalplatz in fröhlicher Runde bis spät in die Nacht.

Chefkoch "Olli" am Kohlegrill. Foto: Hejo Mies 2012

Ein sehr gern gesehener Gast war Professor Dr. Max Otte, der mit seinen beiden Kindern von einem Tagesausflug heimkehrte und sich zu der fröhlichen Runde gesellte. Der Finanz- und Wirtschaftsexperte mit internationalem Bekanntheitsgrad und „Börsianer“ der Jahre 2009 bis 2011, hat unser ehemaliges Pfarrhaus als Landsitz erworben. Der prominente Gast fühlte sich in der „Einweihungsrunde“ offensichtlich wohl. Durch sein Buch „DFühlte sich wohl in der Runde: Professor Dr. Max Otte (Mitte). Foto: Hejo Mies 2012er Crash kommt“ hat er in 2006 die heutige Finanzkrise vorhergesagt und wurde dadurch zum begehrten Vortragsredner.
Bei unserer „Bankeinweihung“ hielt er unterdessen keinerlei Finanz- und Krisenvorträge, hier berichtete er lieber über seine Pläne zur Umgestaltung des ehemaligen Hotels Friesen, das er ebenfalls erworben hat.

Von der Sonne vorgewärmt: Die "Seniorenmauer". Foto: Hejo Mies 2012

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