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15.08.2015




 

Foto: hejo@blancio.de

Herzlich willkommen in Blankenheimerdorf

Baumfällen auf dem Kippelberg
von Johannes Vossen

So war es zuvor. Foto: Johannes VossenDie beiden mächtigen, 25 Meter hohen Lärchenbäume in seinem Garten in der Woltersgasse, waren jahrelang für Donald Dehart Anlass zu ständiger Unruhe. Wenn der Herbststurm über unsere Eifel brauste oder ein Gewitter sich mit orkanartiger Gewalt über Blankenheimerdorf austobte, schaute Donald besorgt auf die dicht beieinander stehenden Lärchen, die sich bedenklich bogen: Wenn sie umstürzten, würden sie unweigerlich schräg über die nahen Garagen oder in den Hof fallen, - eine nicht zu übersehende Gefahr für Menschen, Gebäude und Fahrzeuge. Vom Fenster meines Arbeitszimmers aus konnte ich selber oft beobachten, wie sich die Baumkronen im Sturm bis zum Zerreißen zur Seite bogen, unwillkürlich erwartete man jeden Augenblick das Abbrechen. Tatsächlich brach vor etlichen Jahren zweimal eine Krone etwa vier Meter unterhalb des Wipfels ab, glücklicherweise kam beide Male niemand zu Schaden. Mehrere Jahre hindurch baute ein Elsternpärchen in 20 Metern Höhe sein Nest in einer der Lärchen, es wurde wiederholt durch den Sturm zerstört, ebenso oft aber auch wieder aufgebaut. Die Elstern wurden vermutlich durch Rabenkrähen vertrieben.

Längst schon war das Fällen der Bäume ins Auge gefasst, die Durchführung wurde aber wiederholt hinausgeschoben. Angesichts der drohenden Gefahr durch Sturm- oder Schneebruch, fiel dann aber doch die Entscheidung: Der 24. September 2011 wurde als Fälltag vereinbart. Wegen der örtlichen Gegebenheiten mussten die Bäume „geköpft“ werden, einfaches Fällen war nicht möglich. Am Abend vorher kam der gemietete Hubsteiger an und wurde im Hof in Position gebracht. Am nächsten Morgen erschienen die beiden angeheuerten Fällspezialisten mit der Motorsäge. Das Schicksal der stattlichen Lärchen war besiegelt. Mit ihnen sollten nunmehr auch zwei vom Sturm zerzauste Fichten und eine Birke fallen.

Baumköpfen vom Steiger aus ist nicht jedermanns Sache und eine recht gefährliche Angelegenheit obendrein. Die beiden Männer verstanden aber ihr Handwerk, gegen Mittag war die Arbeit getan. In Donalds Garten sah es jetzt ein wenig „leer“ aus, doch daran hat man sich inzwischen längst gewöhnt, und ganz so kahl wie befürchtet, ist es denn doch nicht geworden: Weiter zurück stehen noch ein paar Birken und die verleihen dem entstandenen „Loch“ einen akzeptablen Hintergrund. Als im Januar 2012 die Orkane „Ulrich“ und „Andrea“ uns heimsuchten, sorgte sich im Hause Dehart niemand mehr um stürzende Bäume und selbst die früher etwas skeptische Hausfrau Christiane zeigte sich erleichtert und zufrieden. Zufrieden waren nicht zuletzt auch die Leute vom Kirmesreih: Fürs Martinsfeuer am Kirmessamstag fielen bei Donald auf dem Kippelberg mehrere Fuhren Brennmaterial an.

Foto: Johannes Vossen

Die Fichte ist als Erste dran.

Foto: Johannes Vossen

Schwindelfrei muss man sein.

Foto: Johannes Vossen

Der Lärchenwipfel war zweimal abgebrochen.

Foto: Johannes Vossen

In luftiger Höhe, der Steiger war ganz ausgefahren.

Foto: Johannes Vossen
Foto: Johannes Vossen

Und so sieht es heute aus.

Foto: Johannes Vossen

Kritische Beobachter.

Hier war die erste Bruchstelle.

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